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Schimmel in Archiven

F 95952934 Mon M Iryna Tiumentseva

Zu den größten Kulturschätzen der Antike gilt die im 3. Jahrhundert vor Christus gegründete Bibliothek von Alexandria. Sie umfasste mutmaßlich das gesamte Wissen der damaligen Welt. Von den Schriften und dem Gebäude selbst ist heute allerdings nichts mehr übrig geblieben. Ist sie von einem Großbrand zerstört worden? Oder vernichteten sie die arabischen Eroberer im siebten Jahrhundert? Beides gilt als unwahrscheinlich. Der Grund ist wohl viel simpler: der Zahn der Zeit.

Antikes Problem besteht noch heute

Zur Zeit des Bibliotheksgründers Ptolemaius I. war der Buchdruck noch unbekannt. Die „Bücher“ wurden von Hand geschrieben und ebenfalls von Hand kopiert – eine sehr mühselige Angelegenheit. Geschrieben wurde auf Papyrus, einem an sich sehr langlebigen Material. Papyrus ist allerdings feuchteempfindlich. Während aus der trockenen Umgebung altägyptischer Metropolen doch einige Papyri erhalten geblieben sind, liegt Alexandria am Nildelta, wo ein feuchteres Klima herrscht. Die antiken Bibliothekare mussten immer wieder Schriften kopieren, die auf von Zerfall bedrohten Papyrusrollen geschrieben waren. Es scheint naheliegend, das im Verlauf der römischen Herrschaft über Ägypten der Erhalt der alten Schriften vernachlässigt wurde.

Die Feuchtigkeit, die möglicherweise den Bibliotheksbestand von Alexandria peu à peu zerstörte, stellt auch heute noch ein Problem für Bibliotheken und Archive dar. Gerade wenn Akten unsachgemäß gelagert werden, kann dies zu Schimmelbefall führen. Wo Bücher oder Aktenordner über Jahre aufbewahrt werden, sammelt sich mit der Zeit Staub an. Wird dieser nicht entfernt und steigt die relative Luftfeuchtigkeit in dem Lagerraum über 60 Prozent an, hat der Schimmel leichtes Spiel. Die Schimmelsporen sind ein natürlicher Bestandteil der Raumluft. Über den Staub in der Luft gelangen sie an die Akten. Diese sowie der Staub stellen organisches Material dar, das dem Schimmel als Nahrung dienen kann. Bietet das Innenraumklima ausreichend Feuchtigkeit, bildet sich aus der Spore ein neuer Pilz.

Erst Quarantäne, dann Reinigung

Auch in Privaträumen kann Schimmel an den Akten entstehen. Doch für Unternehmen und staatliche Institutionen stellt der Schimmelbefall ein weitaus größeres Problem dar. Es gibt Dokumente, die über mehrere Jahre hinweg aufbewahrt werden müssen. Der Gesetzgeber verlangt zum Beispiel von Handelsbriefen eine Aufbewahrungspflicht von sechs Jahren. Krankenhäuser müssen Patientenakten in der Regel zehn, in einigen Fällen 30 Jahre aufbewahren. Tritt Schimmel in einem Archiv auf, kann das kontaminierte Material nicht einfach entsorgt werden. Die Bundeskonferenz Kommunalarchive beim Deutschen Städtetag hat im September 2010 mit der Arbeitshilfe „Umgang mit Schimmel in Archiven” eine Empfehlung herausgegeben, mit der das Problem gelöst werden kann.

Demnach müssen von Schimmel befallene Akten gesperrt und unter Quarantäne gestellt werden. Die Akten lagern dann in einem sogenannten „Schwarzraum”. Alternativ können sie – getrennt voneinander – staubdicht, aber luftdurchlässig verpackt werden. Müssen die Akten transportiert werden, müssen diese in geschlossene Behälter gelegt werden. Dabei darf kein Staub aufgewirbelt werden. Der kontaminierte Raum muss desinfiziert werden. Dabei und im Umgang mit den verschimmelten Akten muss Schutzkleidung angelegt werden. Regale und Kartonagen müssen gekennzeichnet und gesperrt werden. Fachbetriebe müssen damit beauftragt werden, die Ursache für den Schimmelbefall herauszufinden und Sanierungsmaßnahmen inklusive Luftentfeuchtung vorzunehmen. Die Akten selbst müssen gereinigt werden. Eine Begasung oder Bestrahlung gilt als bedenklich, da entweder die Gesundheit der mit den Akten arbeitenden Mitarbeitern oder die Papierstabilität gefährdet ist. Als effektiv gilt die blattweise Sterilisation durch Trockenreinigung.

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