Alles gegen Schimmel
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Kein Freispruch für den Schimmelpilz. Mieter und Vermieter kommen mit Bewährung davon.

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Schimmelpilze und die von ihnen ausgehenden Schimmelsporen kommen häufiger in unseren Wohnungen vor, als man vermutet. Meistens wird der Schimmel als unscheinbarer Schmutzfleck an der Wand entdeckt und wird erst dann ernsthaft beachtet, wenn er sich um ein Vielfaches vergrößert hat. Dabei kann kostbare Zeit vertrödelt werden. Doch halt! Schimmel ist nicht generell schädlich und gesundheitsgefährdend. Es existieren mehr als 10.000 unterschiedliche Arten und viele davon leisten einen natürlichen und nützlichen Beitrag in ihren Lebensbereichen. Einige Schimmelvarianten kommen in der Lebensmittelherstellung zum Einsatz (bei Käsen wie Brie, Camembert oder Roquefort oder auf der Außenhaut der Salami), andere finden in der Medizin wertvolle Verwendung (berühmtes Beispiel: Penicillin). Wir wollen uns hier dem Schimmelpilz in der Wohnung bzw. in allen geschlossenen Räumen widmen. Weil seine Bakterien nicht nur krank machen, sondern oft auch das Gebäude beschädigen, muss er umgehend entfernt werden. Vielen Menschen, die den Schimmel gerade erst entdeckt haben, wissen am Anfang nicht, dass die Beseitigung Geld kostet, vielleicht sogar viel Geld. Doch schon kurz darauf drängt sich die Frage auf, wer dafür aufkommen muss.

Ohne viel Aufwand entsteht der Schimmelpilz. Doch seine Beseitigung ist oft ein Riesentheater.

In Deutschland muss die Justiz Jahr für Jahr in Tausenden an Verhandlungen entscheiden, wer diese Schimmelbeseitigungen bezahlt. Die Parteien, die sich gegenüber stehen sind in den meisten Fällen entweder Mieter und Vermieter oder Bauträger und Eigentümer. Jedes Mal, wenn man sich nicht einigen kann, landet der hässliche Fleck an der Wand bei Rechtsanwälten, Staatsanwälten und Richtern. Doch auch, wenn man eine außergerichtliche Einigung anstrebt, entstehen Kosten. Um herauszufinden, wodurch sich der Schimmelpilz bilden konnte, wird ein Gutachter beauftragt, der Sache auf den Grund zu gehen: Der Mieter beschuldigt den Vermieter, dass eine schlechte oder unzureichend gedämmte Bausubstanz die Feuchtigkeit in den Raum brachte. Der Vermieter vermutet, dass der Mieter sich nicht an seine Verpflichtung zum regelmäßigen Lüften gehalten hat. Der Eigentümer unterstellt dem Bauträger, dass er den Rohbau nicht ausreichend lange getrocknet hat. Der Bauträger behauptet, dass die über mehrere Monate leerstehende Wohnung nicht warm genug beheizt wurde.