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„Dieses Verfahren ist nicht mehr zeitgemäß“

Energieausweis

Energieeffizientes Sanieren, Energieausweis, Rauchwarnmelder – wer eine Immobilen besitzt, muss viel beachten. Energieberater Jörg Wagner aus Neustadt an der Weinstraße kennt sich in dem komplexen Gebiet aus. Damit auch Sie den Überblick behalten, haben wir den Experten befragt.

Herr Wagner, bei Sanierungsmaßnahmen können Immobilienbesitzer Fördergelder bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen. Was muss man dabei beachten?

„Einen Zuschuss für ihre Sanierungsmaßnahmen erhalten Hausbesitzer direkt von der KfW, und zwar online. Im KfW-Zuschussportal können sie das selbst erledigen. Bevor der Antrag auf Förderung gestellt wird, müssen allerdings alle technischen Details der Sanierung geklärt sein. Für einen Sanierungskredit über die KfW ist es erforderlich, dass der Antrag über ein durchleitendes Kreditinstitut – zum Beispiel die eigene Hausbank – läuft. Ist diese bereit, die Sanierung zu unterstützen, leitet sie den Antrag an die KfW weiter.“

Was ist noch wichtig?

„Für beide Fördervarianten schreibt die KfW vor, dass ein Sachverständiger aus der Liste der Energieeffizienz-Experten des Bundes die Sanierung plant und die Antragsunterlagen für Zuschuss und Kredit erstellt. Auch die Baubegleitung dieses Sachverständigen ist durch die KfW förderfähig. Die vorliegenden Bestimmungen für die energetische Baubegleitung ändern sich allerdings ständig. Daher ist es immer notwendig, eine individuelle Beratung in Anspruch zu nehmen.

Unabhängig davon kann eine Förderung durch die KfW nur erfolgen, wenn bestimmte Parameter erfüllt sind. So ist zum Beispiel die Außenwand ein entscheidendes Kriterium: Der so genannte U-Wert, der Messwert zum energetischen Verhalten der Gebäudehülle, muss besser sein als der Wert der neu zu installierenden Fenster. Sollte das Gebäude nach 1978 errichtet worden sein, ist davon auszugehen, dass dort die ersten Wärmeschutzverordnungen umgesetzt wurden. Die neuen Fenster dürfen einen maximalen U-Wert von 0,95W/(m²K) haben.“

Bei der Bestimmung des U-Wertes wird dieser oft nur geschätzt. Die exakte Bestimmung durch das U-WERT KIT ist da doch ein Vorteil oder?

„Das ist richtig. In einigen Bestandsgebäuden ist es nicht möglich, eine genaue Analyse der Außenwand vorzunehmen. Sei es aufgrund der baulichen Gegebenheiten oder weil das Gebäude einen denkmalgeschützten Zustand hat.

Bislang hat man in solchen Fällen durch Vergleiche mit anderen Gebäuden, die zu einem ähnlichen Zeitpunkt in der Gegend errichtet wurden, den U-Wert geschätzt. Allerdings ist dieses Verfahren nicht mehr zeitgemäß.

Durch die qualifizierte Messung und Bestimmung der benötigten Parameter für die Bestimmung des U-Wertes durch das U-WERT KIT ist eine hohe Akzeptanz bei den Kunden gegeben, denn eine Kernlochbohrung oder ein Aufstemmen der Wand werden überflüssig. Auch für den Ersteller eines Energieausweises ist das U-WERT KIT von unermesslichem Vorteil, da die ermittelten Werte übernommen werden können.”

Durch den Energieausweis wird die energetische Bewertung eines Gebäudes dokumentiert. Wann benötigt man so einen Ausweis?

„Der Energieausweis ist bei Verkauf, Vermietung oder Verpachtung eines Gebäudes oder einer Wohnung erforderlich. Eine Möglichkeit auf den Verzicht ist durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) nicht gegeben. Die meisten Notare sind darüber auch informiert und geben diese Information an den Verkäufer des Gebäudes weiter. Die Ausweise werden in Verbrauchs- und Bedarfsausweis unterschieden. Beide besitzen eine Gültigkeit von zehn Jahren.

Der Verbrauchsausweis bewertet den Verbrauch an Heizöl oder Gas zu einem bestimmten Zeitpunkt. Er stellt eine sehr oberflächliche und Nutzer abhängige Betrachtung dar. Der Bedarfsausweis ist wesentlich genauer. Hier werden sämtliche Bauteile des Gebäudes bewertet. Auch die Heizungsanlage wird genau erfasst. Eigentümer, die ihr Gebäude selbst bewohnen, benötigen keinen Energieausweis.“

Anders als beim Energieausweis wird die Rauchwarnmelderpflicht nicht durch den Bund, sondern durch die Länder geregelt. Was müssen Mieter und Vermieter über die Rauchwarnmelderpflicht wissen?

„Die Länder regeln in der entsprechenden Bauordnung die sicherheitsrelevanten Notwendigkeiten zum Schutz der Bewohner. Viele Brände entstehen nachts, während wir schlafen und unser Geruchs- und Geschmackssinn eingeschränkt ist. Deshalb fordern die Länder, dass zumindest in Schlafräumen, Kinderzimmern und notwendigen Fluren ein Rauchmelder installiert sein muss. Diese Bestimmungen sind seit dem 1. Januar 2017 endlich bundesweit gültig. Übergangsfristen für vorhandenen Wohnungen gibt es noch in Berlin und Brandenburg. In Sachsen besteht bislang nur eine Pflicht in Neu- oder umgebauten Wohnungen.“

Sie erstellen für Ihre Kunden ein Rauchwarnmelderkonzept. Wie sieht so ein Konzept aus?

„Es ist wichtig zu wissen, wie das Gebäude, in dem die Rauchwarnmelder installiert werden sollen, aufgebaut ist. Außerdem muss entschieden werden, ob nur der vom Gesetzgeber geforderte Bereich abgedeckt werden soll oder darüber hinaus noch andere Räume wie zum Beispiel eine Werkstatt oder eine Garage. Für die Installation in einer Garage oder Werkstatt würden wir die Verwendung von Hitzemeldern vorschlagen, die mittels Funktechnologie mit den anderen Meldern kommunizieren. Ebenfalls kann es sinnvoll sein, in Wohnungen einen CO-Warner einzubauen, falls hier ein Gefahrenpotenzial gegeben ist. Auch für hörgeschädigte Menschen gibt es Lösungen wie zum Beispiel ein Hörgeschädigten-Modul mit Vibrationskissen und Stroboskop-Modul.“

Anfragen beantwortet Ihnen gerne
Herr Georg Meyer, 
Geschäftsführer der Klimagriff GmbH, 
unter Tel. 0160/97317033 
oder per Mail an g.meyer@schimmelprotektor.de


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Georg Meyer
Geschäftsführer

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